Mit ihrem EU-Sparkommissar für Griechenland war Angela Merkel gescheitert. Der Vorschlag eines Sperrkontos stößt hingegen auf Gegenliebe. Nicolas Sarkozy ist bereits auf ihrer Seite - und nun signalisiert auch Eurogruppenchef Juncker sein d'accord.
Schuldenfallen vermeiden. 1
Teil 1: Achten Sie auf Ihre monatlichen Ausgaben
Arbeitslosigkeit, Scheidung oder der Tod des Partners, das sind laut dem Schuldenbericht 2009, den die deutschen Wohlfahrtsverbände am Freitag in Berlin vorstellten, die häufigsten Gründe für eine Überschuldung. Au weia, mögen Sie da vielleicht denken. Das klingt, als könnte es jede(n) treffen, als könnte man selbst nichts unternehmen, damit die Schulden nicht zur Bedrohnung werden. Tatsache ist: Es trifft besonders häufig Frauen. Tatsache ist aber auch: Sie können eine ganze Menge tun, damit Sie gar nicht erst in die Schuldenfalle geraten. In Teil 1 meiner Serie „Schuldenfallen vermeiden“ zeige ich Ihnen, worauf Sie bei ganz alltäglichen Gelddingen achten sollten.
Ein verlorener Job, ein plötzlicher Einkommensverlust – das kann Sie vor allem dann hart treffen, wenn Ihre monatliche finanzielle Belastung hoch ist. Denn dann fehlt plötzlich das Geld für die Miete, für Nahrungsmittel, für ganz alltägliche Anschaffungen. Deshalb sollten Sie immer darauf achten, sich keine monatlichen Ausgaben ans Bein zu binden, die nicht unbedingt sein müssen. Konkret:
Kaufen Sie möglichst nichts auf Pump. Denn die monatlichen Raten können zur Würgeschlange werden, die sich Ihnen um den Hals legt: Generell gilt: Geben Sie nur Geld aus, das Sie auch haben. Das mag jetzt unglaublich altbacken und bieder klingen, ist es doch ohne Weiteres möglich, ein Auto, einen Flachbildfernseher oder eine Polstergarnitur auf Kredit zu kaufen. Ich rate Ihnen dringend davon ab, Konumentenkredite zu nutzen. Denn wer viel auf Kredit kauft, verliert schnell den Überblick, wie hoch die monatliche Belastung aller einzelnen Kreditraten in Summe ist. Das kann schnell mehr sein, als monatlich auf Ihrem Konto landet. Lieber verschieben Sie eine teure und nicht unbedingt nötige Anschaffung auf später, anstatt sie auf Pump zu tätigen. Nur wenn Ihr altes Auto den Geist aufgibt, bevor Sie sich ein neues leisten können – OK, dann brauchen Sie vielleicht eine Automobil-Finanzierung.
Schließen Sie möglichst wenig langfristig bindende Verträge ab: Nicht nur Kreditraten stellen eine hohe monatliche Belastung dar, sondern auch andere Verträge. Beispiel Handy: Die meisten Verträge laufen über mindestens zwei Jahre. Beispiel Kapital-Lebensversicherungen: Da zahlen Sie jahrelang Geld ein, das Sie vielleicht schon vor der Fälligkeit dringend gebrauchen könnten. Die Versicherungssumme bekommen Sie aber erst in 10, in 20 oder 30 Jahren! Also: Wenn Sie die Wahl haben (zum Beispiel beim Mobilfunk), wählen Sie einen Vertrag, der jederzeit, zumindest aber jährlich kündbar ist. Und bei Versicherungen sollten Sie sich auf das absolute Muss beschränken. Eine Kapital-Lebensversicherung gehört nicht dazu.
Jetzt noch ein Tipp für alle, die beim Shopping gerne mal mehr ausgeben als geplant: Zahlen Sie lieber mit Bargeld statt mit Karte. Denn es ist längst erwiesen: Bei einer Kartenzahlung merken wir gar nicht, welche Summen wir da gerade ausgeben, bei einer Barzahlung sehr wohl. Da sehen und spüren wir jeden einzelnen Schein, den wir für ein teures Paar Schuhe auf den Tisch blättern müssen. Wenn es ohne Kartenzahlung nicht geht, nehmen Sie lieber eine Giro- oder EC-Karte, da wird das Geld binnen weniger Tage vom Konto abgebucht und sie sehen die Ausgabe dann auf dem Kontoauszug oder beim Online-Banking. Bei einer Kreditkarte dagegen dauert es bis Monatsende bis zur Abbuchung. In der Zwischenzeit geraten die bisher getätigten Ausgaben leicht in Vergessenheit. Auf keinen Fall sollten Sie sich eine Revolving-Credit-Card andrehen lassen, wo sich die Schulden anhäufen, anstatt am Ende des Monats immer wieder neu abgetragen zu werden.
Schon wenn Sie diese Alltags-Tipps beherzigen sind Sie besser gegen Schulden gewappnet als jemand, der sich über solche Dinge keine Gedanken macht.
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Der Nahrungsmittelhersteller Dr. Oetker ruft die ?Dr. Oetker Haselnüsse gehackt 100g? zurück. Einzelne Beutel können Metallfäden enthalten, die Verletzungen verursachen können. test.de informiert.