Mit ihrem EU-Sparkommissar für Griechenland war Angela Merkel gescheitert. Der Vorschlag eines Sperrkontos stößt hingegen auf Gegenliebe. Nicolas Sarkozy ist bereits auf ihrer Seite - und nun signalisiert auch Eurogruppenchef Juncker sein d'accord.
Private Altersvorsorge tut not
Verlassen Sie sich nicht allein auf die gesetzliche Rente. Zwar bekommen Sie als Frau einen gewissen Ausgleich fürs Kinderkriegen und Daheimbleiben. Aber das reicht bei Weitem nicht, um Ihre finanziellen Nachteile im Rentenalter auszugleichen. Private Altersvorsorge tut not. Damit Sie sich im Dschungel der Vorsorgeprodukte auskennen und wissen, worauf es ankommt, habe ich heute das Wichtigste für Sie zusammengefasst.
Die Riester-Rente: Das ist eine staatlich geförderte Form der privaten Altersvorsorge. Sie steht Ihnen offen, wenn Sie rentenversicherungspflichtig beschäftigt (also meist angestellt) oder wenn Sie verbeamtet sind. Wann lohnt sich Riester? Eigentlich immer: Sie profitieren von staatlichen Zulagen und haben zusätzlich steuerliche Vorteile. Riester bringt Ihnen eine Grundzulage von 154 Euro pro Jahr und für jedes Kind jährlich weitere 185 Euro. Für Kinder, die erst im Januar 2008 oder später auf die Welt gekommen sind, gibt es sogar eine Kinderzulage von 300 Euro jährlich. In vielen Fällen brauchen Sie als Frau nur 5 Euro im Monat einzuzahlen, um schon die vollen Zulagen zu erhalten. Der Vorteil von Riester: Es besteht kein Verlustrisiko. Mindestens Ihre Einzahlungen plus den staatlichen Zulagen sind Ihnen am Schluss garantiert.
Bei Riester-Verträgen haben Sie die Wahl zwischen Rentenversicherungen, Banksparplänen, Fondssparplänen, Bausparverträgen oder Wohn-Riester. Empfehlenswert sind vor allem Banksparpläne (für Frauen ab etwa 40 Jahren) und Fondssparpläne (für jüngere Frauen). Riester-Rentenversicherungen oder Riester-Bausparverträge sind dagegen meist wahre Gebührenfresser. Wenig überzeugend ist auch Wohn-Riester, also staatliche Hilfe bei der Abzahlung von Baudarlehen. Die steuerliche Behandlung macht das Ganze sehr undurchsichtig und sehr bürokratisch.
Die Rürup-Rente: Einen solchen Rentenvertrag abzuschließen, steht allen offen, nicht nur den Selbstständigen, wie manchmal fälschlicherweise berichtet wird. Die Rürup-Rente hat allein den Vorteil, dass Sie die gezahlten Beiträge von der Steuer absetzen können. Der Staat zahlt Ihnen aber nichts zu Ihren Ersparnissen dazu. Faustregel: Rürup lohnt allenfalls, wenn Sie sehr gut verdienen und nur noch wenige Jahre bis zur Rente haben. Rürup-Verträge gibt es als Fondssparplan oder als Rentenversicherung. Das lohnt sich aber wirklich nur in bestimmten Fällen, die Sie vorher von einem Experten (z.B. Verbraucherzentralen, siehe unten) genau durchrechnen lassen sollten.
Betriebliche Altersvorsorge: Wenn Ihr Betrieb Ihnen anbietet, Geld in eine Direktversicherung oder Pensionskasse zu stecken, sollten Sie durchaus darüber nachdenken. Aber nur, wenn Sie bereits „riestern“ und darüber hinaus noch Geld für mehr Altersvorsorge erübrigen können. Vorteil: Das Geld landet direkt, ohne Abzug von Steuern und Sozialversicherungen, in einem Rentenversicherungsvertrag. Nachteil: Die Versicherung kassiert auch hier satte Gebühren. Aber durch die gesparten Steuern und Sozialversicherungen kann sich das für Sie trotzdem rechnen. Sprechen Sie zuerst mit Ihrem Arbeitgeber. Dann können Sie Teile Ihres Gehalts oder die nächste Gehaltserhöhung direkt in Beiträge für Ihre betriebliche Direktversicherung umwandeln. Später freuen Sie sich dann über die kleine Zusatzrente, die sie bringt. Eine Direktversicherung bei einem Arbeitgeberwechsel mitzunehmen, ist übrigens kein Problem.
Ich empfehle Ihnen dringend: Lassen Sie sich in Sachen private Altersvorsorge unabhüngig beraten. Wer berät unabhängig? Erster Ansprechpartner sind hier die Verbraucherzentralen (www.verbraucherzentrale.de). Sie führen individuelle Beratungen durch. Das kostet zwischen 20 und 140 Euro. Das ist gut investiertes Geld! Meistens ist eine Beratung schon für 90 Euro zu haben. Auch einzelne Riester-, Rürup- und sonstige Altersvorsorge-Verträge können Sie bei den Verbraucherzentralen auf Herz und Nieren prüfen lassen.
In Baden-Württemberg gibt es folgende kostenlose Alternative: Hier bietet die Deutsche Rentenversicherung im Rahmen eines Pilotprojekts in drei „Servicezentren für Altersvorsorge“ eine kostenlose Beratung an. Diese Servicezentren finden Sie in Stuttgart, Mannheim und Ravensburg. Mehr dazu unter www.deutsche-rentenversicherung-bw.de. Hier erfahren Sie produktneutral, welche Art von Vorsorge sich für Sie eignet. Mit diesem Wissen können Sie sich dann auf die Suche nach dem richtigen Anbieter machen.
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Der Nahrungsmittelhersteller Dr. Oetker ruft die ?Dr. Oetker Haselnüsse gehackt 100g? zurück. Einzelne Beutel können Metallfäden enthalten, die Verletzungen verursachen können. test.de informiert.