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Heizen Sie nicht zum Fenster hinaus!
Der Herbst
ist da, und so angenehm die Temperaturen tagsüber noch sein mögen, nachts kühlt
es bereits empfindlich ab. Zeit, die Heizung anzudrehen und das warme
Wohnzimmer zu genießen. Damit die angenehme Wärme trotzdem bezahlbar bleibt,
hier einige Tipps, wie Sie Heizkosten sparen.
Tipp 1: Stoßlüften. Einen Irrglauben will ich Ihnen gleich
nehmen: Dass man angeblich möglichst wenig lüften solle, weil sonst die ganze
Wärme durchs Fenster entweiche. Einerseits - klar - geht Wärme verloren, wenn
Sie das Fenster aufmachen. Andererseits entweicht aber auch Wasserdampf.
Wasserdampf, der etwa beim Kochen und Backen entsteht oder den wir mit unserer
Atemluft ausatmen. Wenn diese feuchte Luft entweicht, ist das ganz im Sinne des
Energiesparens. Denn der Wasserdampf muss mit erwärmt werden, wenn es in der
Wohnung gemütlich warm werden soll. Feuchte benötigt also mehr Energie als
trockene Luft. Deshalb ist Lüften sinnvoll. Statt die Fenster ganztags auf
Kippstellung zu bringen, ist allerdings eine Stoßlüftung von 10 bis 15 Minuten besser,
auch an Regentagen.
Tipp 2: Heizung ein oder zwei Grad
niedriger stellen.
Ein Grad Celsius weniger, das spart rund sechs Prozent Heizenergie, sagt das
Umweltbundesamt. Wenn Sie Ihre gute Stube also auf 19 statt auf 21 Grad heizen,
haben Sie etwa 12 Prozent weniger Öl- oder Gasverbrauch. Uns seien wir ehrlich:
Vom gesparten Geld ist vielleicht sogar ein flauschiger Kaschmirpullover drin,
in den Sie sich wohlig warm hineinkuscheln können.
Tipp 3: Bei Abwesenheit Raumtemperatur
absenken. Wenn Sie
etwa zwei Tage weg sind, dann senken Sie die Temperatur auf 15 Grad ab. Wenn
Sie für längere Zeit nicht zuhause sind, sind 12 Grad richtig. Wahlweise können
Sie auch den Thermostat am Heizkörper auf Frostschutz stellen (Sie drehen ihn
so, dass oben das Symbol eines Schneekristalls sichtbar wird). Dann ist
sichergestellt, dass die Heizungsrohre nicht einfrieren, aber unnötig geheizt
wird dann auch nicht.
Tipp 4: Auch nachts die Temperatur
absenken. Rund 5 Grad
kühler darf es nachts sein. Bei den meisten modernen Heizungsanlagen lässt sich
die Nachtabsenkung zentral einprogrammieren, und Sie können sogar die Zeiten
eingeben, ab wann die Temperatur abgesenkt werden soll und wann die Heizung
morgens wieder auf die gewünschte Tagestemperatur hochfahren soll.
Tipp 5: Bei knackiger Kälte Rollläden
herunterlassen. Oder
wahlweise die Fensterläden schließen. Auch das Zuziehen der Vorhänge bringt
einen gewissen Dämmungseffekt. Denn gerade bei sehr tiefen Außentemperaturen
entweicht die meiste Wärme über die Glasflächen, Rahmen und Rollladenkästen der
Fenster. Da ist jeder zusätzliche Schutz willkommen, der verhindert, dass die Wärme
im Innenraum verpufft.
Tipp 6: Fugen und Ritzen ausstopfen. Es muss ja nicht gerade die gehäkelte
Türritzenschlange aus Omas Handarbeitsmagazin sein. Aber irgendein knuffiges,
langgezogenes Stofftier vor eine zugige Türritze zu legen, ist nicht verkehrt,
denn auch das spart Heizkosten.
Tipp 7: Heizkörper nicht zustellen. Wenn das Sofa mit seiner Lehne direkt
vorm Heizkörper steht, gibt es einen Wärmestau. Dann kann die Wärme nicht das
ganze Zimmer durchfluten. Heizkörper sollten daher frei zugänglich sein, auch
Keramikverkleidungen sind nicht empfehlenswert.
Tipp 8: Heizkörpernischen nachträglich
dämmen. Ausgerechnet
für die Heizkörper gibt es unter den Fenstern oft Aussparungen in der Wand.
Aussparungen, über die die Wärme besonders leicht nach draußen entweichen kann.
Das können Sie ganz leicht mit extra Dämmplatten verhindern. Die kriegen Sie in
jedem Baumarkt, es sind einfach alubeschichtete Styroporplatten, die Sie hinter
die Heizung an die Wand klemmen. Das spart ebenfalls bis zu 6 Prozent
Heizkosten.
Tipp 9: Heizung inspizieren lassen. Holen Sie sich regelmäßig einen
Heizungsmonteur ins Haus, der prüft, ob der Wasserdruck stimmt, ob die Anlage
richtig eingestellt ist. Damit holen Sie ebenfalls noch einmal 5 bis 10 Prozent
Ihrer Heizkosten heraus.
Geborgtes Geld ist teuer. Ein Vergleich der unterschiedlichen Kreditkonditionen aber lohnt sich, denn Einsparungen bis zu einigen tausend Euro sind möglich.
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